27 Okt

Auf den „Punkt“ gebracht

Das neue Punktesystem in Flensburg!

Seit Mai 2014 wurde das Straßenverkehrsgesetz (StVG) dahingehend verschärft, dass Punkte bereits bei geringeren Vergehen im Verhältnis vermehrt vergeben werden und die Entziehung der Fahrerlaubnis bereits bei einer geringerer Anzahl von Punkten erfolgt. Wir möchten Sie deshalb in Kürze über die wesentlichen Neuerungen informieren!

Je nach Art und Schwere der Ordnungswidrigkeit erhalten Sie ab einer Geldbuße von 60 € 1-3 Punkte!

Straftaten im Straßenverkehr werden dabei mit 2-3 Punkten bewertet.

Häufige Verstöße können daher schnell schwere Folgen nach sich ziehen:
• Mit 1-3 Punkten sind Sie lediglich vorgemerkt.
4-5 Punkte bringen Ihnen eine kostenpflichtige Ermahnung ein.
5-7 Punkte führen zu einer gebührenpflichtigen Verwarnung
• Und ab 8 Punkten wird Ihnen die Fahrerlaubnis entzogen!

Wenn die Lage bei Ihnen prekär wird, können Sie durch ein Fahreignungsseminar, das bis zu einer Anzahl von 5 Punkten möglich ist, 1 Punkt abbauen.

In Anbetracht der verschärften Regelungen ist es oft lohnenswert, Bußgeldbescheide einer Prüfung zu unterziehen. Dabei unterstützen wir Sie natürlich gerne.

10 Aug

Geblitzt? Rechtsschutzversicherungen tragen Kosten für Gutachten und Verteidigung

Wer geblitzt wird, dem droht nicht nur ein teures Bußgeld. Durch Punkte und Fahrverbot ist eine Verurteilung häufig auch existenzgefährdend. Da hilft nur ein Gespann von gutem Verteidiger und Gutachter um eventuelle Fehler im Messverfahren aufzudecken. Solche Gutachten sind häufig die letzte Chance um den Führerschein noch zu retten. Daher holt die Verteidigung in solchen Fällen ein Gutachten ein, um eventuelle Fehler am Messverfahren aufzudecken. Diese Kosten für Verteidigung und Gutachten trägt in der Regel die Rechtsschutzversicherung.

Mittels eines Privatgutachten können dann Fehler im Messverfahren aufgedeckt werden, etwa eine falsche Positionierung des Blitzers, irrtümliche Erfassung eines anderen Fahrzeugs, etc.

Auf diese Gutachten hin holt das Gericht dann in der Regel ein eigenes gerichtliches Gutachten ein, was die Ergebnisse des Privatgutachtens der Verteidigung bestätigen oder dem auch widersprechen kann.

Das AG Saarlouis (Az.: 28 C 845/16 (70)) hat in einem aktuellen Urteil entscheiden, dass Rechtsschutzversicherungen auch die Kosten eines (zweiten) Gutachtens tragen müssen, um das gerichtliche Gutachten zu überprüfen.

Für die Versicherungsnehmer bedeutet das eine erhebliche Verbesserung der Verteidigungsmöglichkeiten. Durch das zusätzliche Gutachten lassen sich regelmäßig Fehler im gerichtlichen Gutachten aufzeigen, was bis zur Unverwertbarkeit der Blitzer-Messung führen kann.