27 Mai

Unternehmer sind schlechten Bewertungen nicht schutzlos ausgeliefert

Ob Ebay, Amazon, Google oder Bewertungsportale, längst verlassen sich Kunden auf die Bewertungen. Entsprechend viel Aufmerksamkeit sollten Unternehmer den Bewertungen zugestehen. Anders als viele Unternehmer glauben, sind sie schlechten Bewertungen aber keinesfalls schutzlos ausgeliefert. Verboten sind etwa unrichtige Behauptungen oder Schmähkritik. In diesen Fällen können Sie von Bewertungsplattformen verlangen, dass der Autor benannt wird und die Bewertung korrigiert oder löscht.

Dass sich Unternehmer sich unrichtige oder ungerechtfertigte Negativbewertungen erfolgreich vor Gericht wehren können zeigt ein aktuelles Urteil des Amtsgerichts München (Az. 142 C 12436 /16). Der Kunde des Online-Händlers behauptete in einer negativen Bewertung bei Ebay fälschlicher Weise, dass die Ware nicht in Originalverpackung verschickt wurde. Der Händler verlor durch die Bewertung seine positive 100%-Bewertung. Das Amtsgericht München hat dem Unternehmer zugestimmt, dass er eine solche negative Falschbewertung nicht dulden muss und hat den Käufer dazu verurteilt, die Bewertung bei Ebay zu löschen.

Rechtsanwälte Göpfert hilft Unternehmen beim Durchsetzen Ihrer Korrekturansprüche gegenüber Bewerungsportalen.